Allele – genetische Ausprägungen von Merkmalen bei der Katze

1. Juni 2023

Bei der Zucht der Norwegischen Waldkatzen bildeten sich im Laufe der Zeit verschiedene Farben und Fellzeichnungen aus. Verantwortlich für die Farbe einer Katze sind die Allele als Schlüssel der Vererbung. Sie bestimmen, welche Gene dominant sind und letztendlich die Farbe oder Fellzeichnung ausmachen. 


Für Züchter ist die Kenntnis über die Allele der Katzen wichtig, um eine Zuchtauswahl zu treffen. Dennoch können Mutationen auftreten. Sie weisen Merkmale auf, die bei den Elterntieren nicht vorhanden sind.

Norwegische Waldkatze

Was sind Allele? Kurze Definition 

Ein Allel ist eine Genvariante, die für die Ausprägung eines Merkmals verantwortlich ist. Ein solches Merkmal kann bei einer Katze die Fellfarbe oder Fellzeichnung sein. Die Allele wirken sich auf den Phänotyp aus. Der Phänotyp ist das äußere Erscheinungsbild einer Katze. 


Allele befinden sich immer an einem bestimmten Genort, einer festgelegten Stelle auf einem Chromosom. Alle Allele von allen Genorten bilden den Genotyp einer Katze, bei dem es sich um die genetisch vorhandene Ausprägung der Merkmale handelt. Im Gegensatz zum Genotyp bezeichnet der Phänotyp nur die sichtbar ausgeprägten Merkmale.


Was unterscheidet Allele von Genen?

Ein Gen ist ein Abschnitt auf der DNA eines Individuums. Es enthält den Bauplan für ein bestimmtes Protein, beispielsweise einen Farbstoff für die Fellfarbe einer Katze. Anhand dieses Bauplans können die Zellen dieses Protein herstellen. 


Ein Allel ist eine spezielle Ausprägung eines Gens und wird auch als Schaltergen bezeichnet. Das Allel bestimmt, ob ein Merkmal ausgeprägt ist oder nicht. Bei einer Norwegischen Waldkatze entscheidet das Allel für die Fellzeichnung darüber, ob eine Katze einfarbig (Nonagouti) ist, eine Tabbyzeichnung (Agouti) oder einen Weißanteil im Gesicht hat.


Allele und ihre Bedeutung beim Erbgang einer Katze

Katzen haben einen diploiden Chromosomensatz, also zwei Chromosomensätze. Sie besitzen von jedem Gen zwei Allele. Ein Allel stammt vom Vater, das andere von der Mutter. Für jedes Merkmal wie Fellfarbe oder Fellzeichnung sind zwei Allele verantwortlich. 


Eine Katze ist reinerbig, wenn beide Allele übereinstimmen. Beide Allele sorgen in einem Erbgang für die Ausprägung des gleichen Merkmals, beispielsweise für die Fellzeichnung Agouti. 


Mischerbig ist eine Katze, wenn beide Allele eines Gens unterschiedlich sind. Im Erbgang setzt sich ein Allel gegen das andere durch. Das sich durchsetzende Allel ist dominant. Das andere Allel tritt in den Hintergrund und ist rezessiv. 


Ein Großbuchstabe kennzeichnet ein dominantes Allel in der Genetik, während ein Kleinbuchstabe für ein rezessives Allel steht. Ein zusätzliches Pluszeichen (+) hinter dem Großbuchstaben bezeichnet die Wildform bei einer Katze. Fehlt das Pluszeichen, handelt es sich um eine Mutation.


Warum das Wissen über die Allele einer Katze für Züchter wichtig ist

Katzen haben nicht nur Allele für Fellfarbe, Fellzeichnung und andere Merkmale wie Augenfarbe oder Form der Ohren. Katzen der Rasse American Curl haben ein dominantes Gen für die gewellten Ohren. 


Es gibt auch Allele, die unerwünschte Eigenschaften hervorrufen, wenn sie dominant sind. So kann ein Allel für Haarlosigkeit, einen verkürzten Schwanz oder überzählige Zehen (Polydaktylie) verantwortlich sein. 


Für Züchter ist das Wissen über die Allele und die Vererbung wichtig für die Auswahl der Elterntiere und die Kreuzung. Züchter wählen gesunde Elterntiere mit bestimmten Fellzeichnungen oder Fellfarben aus. Sie kreuzen diese Elterntiere ganz gezielt miteinander, um Jungtiere mit gleichen Merkmalen zu erhalten. 


Züchter müssen wissen, wie sich die Dominanz bestimmter Allele auf die Ausprägung bestimmter Merkmale auswirkt. Sie können Elterntiere der Norwegischen Waldkatze miteinander kreuzen, um beispielsweise Kitten mit der Fellfarbe Amber oder Creme zu bekommen.


Allele als Schlüssel für die Vererbung

Allele sind Zustandsformen von Genen und verantwortlich für die Vererbung. Eine Katze hat für jedes Merkmal zwei Allele. Tritt eines dieser Allele hervor, ist es dominant. Züchter sollten über die Rolle der Allele Bescheid wissen, um Elterntiere auszuwählen und nach bestimmten Merkmalen miteinander zu kreuzen.

19. März 2026
Maine Coon Katzen gehören zu den größten Hauskatzenrassen der Welt. Ein ausgewachsener Kater kann problemlos 8 bis 10 Kilogramm auf die Waage bringen – manche sogar noch mehr. Diese beeindruckende Größe und das entsprechende Gewicht stellen besondere Anforderungen an die Ausstattung. Ein Standard-Kratzbaum aus dem Baumarkt wird den Bedürfnissen dieser sanften Riesen nicht gerecht. Wackelige Konstruktionen, zu kleine Liegeflächen und instabile Stämme können nicht nur zur Frustration führen, sondern auch gefährlich werden. Wer sich eine Maine Coon anschafft, sollte von Anfang an in einen hochwertigen, stabilen Kratzbaum investieren. Das erspart nicht nur spätere Nachkäufe, sondern trägt maßgeblich zum Wohlbefinden und zur Gesundheit der Katze bei. Stabilität und Material: Das Fundament zählt Der wichtigste Aspekt bei einem Kratzbaum für Maine Coon ist die Stabilität. Diese Katzen sind nicht nur schwer, sondern auch sehr aktiv und kletterfreudig. Ein Kratzbaum muss diesen dynamischen Belastungen standhalten können. Achten Sie auf eine massive Bodenplatte mit einem Gewicht von mindestens 25 Kilogramm. Nur so bleibt der Baum auch dann sicher stehen, wenn Ihre Maine Coon mit Schwung hinaufspringt oder sich kraftvoll streckt. Die Kratzsäulen sollten einen Durchmesser von mindestens 12 Zentimetern haben und idealerweise aus stabilem Vollholz bestehen. Dünne Pappröhren, die mit Sisal umwickelt sind, brechen unter dem Gewicht einer ausgewachsenen Maine Coon schnell durch. Hochwertige Sisalseile mit einer Dicke von mindestens 8 Millimetern sorgen dafür, dass die Katze ihre Krallen optimal wetzen kann. Billige Sisalmatten lösen sich nach kurzer Zeit und verlieren ihre Funktion. Bei den Liegeflächen sollten Sie auf robustes Plüsch oder strapazierfähigen Stoff setzen, der auch bei intensiver Nutzung nicht ausfranst. Liegeflächen und Maße: Platz zum Ausstrecken Maine Coons brauchen Raum. Eine Standard-Liegefläche von 40 x 40 Zentimetern ist für diese Rasse viel zu klein. Ihre Katze wird sich darauf zusammenquetschen müssen und kann nicht entspannt liegen. Idealerweise sollten die Liegeflächen mindestens 50 x 50 Zentimeter groß sein, besser noch 60 x 60 Zentimeter. So kann sich Ihre Maine Coon vollständig ausstrecken und bequem ruhen. Auch die Höhe der einzelnen Ebenen spielt eine Rolle: Maine Coons sind exzellente Springer, aber das zusätzliche Gewicht belastet die Gelenke. Plattformen sollten daher in vernünftigen Abständen angebracht sein. Körbe und Höhlen müssen ebenfalls in XL-Größe gewählt werden. Eine Öffnung von mindestens 25 Zentimetern Durchmesser und eine Innenfläche von 45 x 45 Zentimetern sind empfehlenswert. Achten Sie darauf, dass die Eingänge nicht zu eng sind – Maine Coons haben einen massiven Körperbau und müssen sich beim Ein- und Ausstieg wohlfühlen. Tipps aus der Züchterpraxis in Borkheide In unserer Hobbyzucht in Borkheide halten wir sowohl Norwegische Waldkatzen als auch Maine Coons. Beide Rassen gehören zu den größeren Katzenarten und haben ähnliche Bedürfnisse, wenn es um Kratzbäume geht. Aus langjähriger Erfahrung können wir bestätigen: An der Qualität des Kratzbaums sollte nicht gespart werden. Unsere Katzen nutzen täglich mehrere robuste Kratzbäume, die speziell für große Rassen konzipiert sind. Dabei achten wir besonders darauf, dass alle Ebenen leicht zugänglich sind und keine scharfen Kanten vorhanden sind. Ein guter Kratzbaum sollte zudem mehrere Aktivitätsmöglichkeiten bieten: Kratzsäulen auf verschiedenen Höhen, Aussichtsplattformen und gemütliche Rückzugsorte. Ein weiterer Praxistipp: Stellen Sie den Kratzbaum an einem zentralen Ort auf, an dem sich Ihre Katze gerne aufhält. Maine Coons sind sehr menschenbezogen und möchten gerne in der Nähe ihrer Familie sein. Ein Kratzbaum in einem abgelegenen Raum wird deutlich weniger genutzt als einer im Wohnzimmer. Der perfekte Kratzbaum als Investition Ein hochwertiger Kratzbaum für Maine Coons kostet mehr als ein Standardmodell – das ist unbestritten. Doch diese Investition zahlt sich mehrfach aus. Ein stabiler, gut verarbeiteter Kratzbaum hält viele Jahre und muss nicht alle zwei Jahre ersetzt werden. Ihre Katze wird ihn täglich nutzen, ihre Krallen pflegen, ihre Muskeln trainieren und sich ausruhen. Gleichzeitig schonen Sie Ihre Möbel, denn eine Katze mit einem attraktiven Kratzbaum hat weniger Interesse daran, am Sofa zu kratzen. Vor allem aber tragen Sie zum Wohlbefinden und zur Gesundheit Ihrer Maine Coon bei. Ausreichend Bewegung, artgerechte Krallenpflege und genügend Ruheplätze sind wichtige Faktoren für ein langes, glückliches Katzenleben. Wenn Sie eine Maine Coon halten oder sich für diese faszinierende Rasse interessieren, sollte die Anschaffung eines geeigneten Kratzbaums ganz oben auf Ihrer Liste stehen. Ihre Katze wird es Ihnen mit Zufriedenheit und Gesundheit danken.
16. Dezember 2025
Sie suchen eine seriöse Maine-Coon-Zucht in Brandenburg? Erfahren Sie mehr über die liebevolle Hobbyzucht „Waldkatzen vom Brandenburger Land“ in Borkheide.