Charakter und Aussehen der Norwegischen Waldkatze
13. Januar 2021
Nicht viele Katzenrassen können von sich behaupten, so natürlich und „ursprünglich“ zu sein wie die Norwegische Waldkatze. Diese in Norwegen entstandene Rasse hat sich nicht nur ihr an Wildkatzen erinnerndes Aussehen, sondern auch ihre an die Kälte des hohen Nordens perfekt angepasste Haarpracht erhalten. Seit den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde diese Katzenrasse gezielt gezüchtet und hat sich seitdem einen festen Platz in den Herzen zahlreicher Katzenhalter erschnurrt.
Aussehen der Norwegischen Waldkatze
Schon auf den ersten Blick erkennt jeder, dass die norwegische Waldkatze perfekt auf kalte Klimaten angepasst ist. Dabei ist sie mit ihren 40 bis 45 cm Schulterhöhe eine echte Riesin, wenn sie mit drei bis vier Jahren ausgewachsen ist. Als Halblanghaarkatze hat sie ein langes, zotteliges Deckfell, das ihr besonders im Winter ein sehr plüschiges Aussehen gibt. Zu diesem Fell gehören auch „Schneeschuhe“, also lange Haarbüschel an den Pfotenunterseiten. Da ihr deswegen auf Parkett etwas die Bodenhaftung fehlt, lassen viele Besitzer diese Haare bei Haushaltung regelmäßig kürzen.
Die Norwegische Waldkatze kommt in fast allen Farbgebungen vor, was ihren wilden Ursprung unterstreicht. Nur tiefe Brauntöne findet man bei der Katze selten, und dann eher als Streifen denn als flächige Fellfarbe. Das lange Fell hat besonders im Halsbereich eine ausgeprägte Halskrause, die auch kältesten Temperaturen trotzt. Kein Wunder, haben diese Katzen doch in ihrer Heimat mit Temperaturen bis zu minus 30 Grad zu kämpfen. Damit auch Schnee und Regen ihr nichts ausmachen, hat die Deckbehaarung der Norwegerin einen Ölfilm. Dadurch hat das Fell der Katze ein etwas zotteliges Aussehen, ist dabei aber weiterhin wunderbar weich und plüschig. Das Gesicht der Rasse ist dreieckig mit hohen Ohren, die Fellbüschel in der Ohrmuschel oder als Pinsel an den Spitzen haben können.
Charakter der Norwegischen Waldkatze
Wie die meisten großen Hauskatzen ist auch diese Rasse als sanft, friedfertig und liebevoll bekannt. Sie sind äußerst gesellig und schließen ihre Menschen inklusive Kinder ebenso ins Herz wie Mitkatzen und andere Haustiere. Gerne stromert die Katze auch im Garten herum, wetzt die Klauen an Kratzbäumen und klettert gerne auf alles, was sie erreichen kann. Diese Neugierde stammt vom natürlichen Jagdtrieb der Katzenrasse. Auch wenn diese Katzen nicht zum Ausbüxsen neigen, sollte man darauf achten, dass sie sich nicht das Wildern angewöhnt.
Als intelligente Katze verlangt die Norwegerin Gesellschaft, Spiel und Forderung. Abwechslungsreiches Katzenspielzeug ist deswegen ebenso Pflicht wie ausreichend Zeit zur Geselligkeit und am besten ein oder zwei weitere Katzen als Spielgefährten.

Maine Coon Katzen gehören zu den größten Hauskatzenrassen der Welt. Ein ausgewachsener Kater kann problemlos 8 bis 10 Kilogramm auf die Waage bringen – manche sogar noch mehr. Diese beeindruckende Größe und das entsprechende Gewicht stellen besondere Anforderungen an die Ausstattung. Ein Standard-Kratzbaum aus dem Baumarkt wird den Bedürfnissen dieser sanften Riesen nicht gerecht. Wackelige Konstruktionen, zu kleine Liegeflächen und instabile Stämme können nicht nur zur Frustration führen, sondern auch gefährlich werden. Wer sich eine Maine Coon anschafft, sollte von Anfang an in einen hochwertigen, stabilen Kratzbaum investieren. Das erspart nicht nur spätere Nachkäufe, sondern trägt maßgeblich zum Wohlbefinden und zur Gesundheit der Katze bei. Stabilität und Material: Das Fundament zählt Der wichtigste Aspekt bei einem Kratzbaum für Maine Coon ist die Stabilität. Diese Katzen sind nicht nur schwer, sondern auch sehr aktiv und kletterfreudig. Ein Kratzbaum muss diesen dynamischen Belastungen standhalten können. Achten Sie auf eine massive Bodenplatte mit einem Gewicht von mindestens 25 Kilogramm. Nur so bleibt der Baum auch dann sicher stehen, wenn Ihre Maine Coon mit Schwung hinaufspringt oder sich kraftvoll streckt. Die Kratzsäulen sollten einen Durchmesser von mindestens 12 Zentimetern haben und idealerweise aus stabilem Vollholz bestehen. Dünne Pappröhren, die mit Sisal umwickelt sind, brechen unter dem Gewicht einer ausgewachsenen Maine Coon schnell durch. Hochwertige Sisalseile mit einer Dicke von mindestens 8 Millimetern sorgen dafür, dass die Katze ihre Krallen optimal wetzen kann. Billige Sisalmatten lösen sich nach kurzer Zeit und verlieren ihre Funktion. Bei den Liegeflächen sollten Sie auf robustes Plüsch oder strapazierfähigen Stoff setzen, der auch bei intensiver Nutzung nicht ausfranst. Liegeflächen und Maße: Platz zum Ausstrecken Maine Coons brauchen Raum. Eine Standard-Liegefläche von 40 x 40 Zentimetern ist für diese Rasse viel zu klein. Ihre Katze wird sich darauf zusammenquetschen müssen und kann nicht entspannt liegen. Idealerweise sollten die Liegeflächen mindestens 50 x 50 Zentimeter groß sein, besser noch 60 x 60 Zentimeter. So kann sich Ihre Maine Coon vollständig ausstrecken und bequem ruhen. Auch die Höhe der einzelnen Ebenen spielt eine Rolle: Maine Coons sind exzellente Springer, aber das zusätzliche Gewicht belastet die Gelenke. Plattformen sollten daher in vernünftigen Abständen angebracht sein. Körbe und Höhlen müssen ebenfalls in XL-Größe gewählt werden. Eine Öffnung von mindestens 25 Zentimetern Durchmesser und eine Innenfläche von 45 x 45 Zentimetern sind empfehlenswert. Achten Sie darauf, dass die Eingänge nicht zu eng sind – Maine Coons haben einen massiven Körperbau und müssen sich beim Ein- und Ausstieg wohlfühlen. Tipps aus der Züchterpraxis in Borkheide In unserer Hobbyzucht in Borkheide halten wir sowohl Norwegische Waldkatzen als auch Maine Coons. Beide Rassen gehören zu den größeren Katzenarten und haben ähnliche Bedürfnisse, wenn es um Kratzbäume geht. Aus langjähriger Erfahrung können wir bestätigen: An der Qualität des Kratzbaums sollte nicht gespart werden. Unsere Katzen nutzen täglich mehrere robuste Kratzbäume, die speziell für große Rassen konzipiert sind. Dabei achten wir besonders darauf, dass alle Ebenen leicht zugänglich sind und keine scharfen Kanten vorhanden sind. Ein guter Kratzbaum sollte zudem mehrere Aktivitätsmöglichkeiten bieten: Kratzsäulen auf verschiedenen Höhen, Aussichtsplattformen und gemütliche Rückzugsorte. Ein weiterer Praxistipp: Stellen Sie den Kratzbaum an einem zentralen Ort auf, an dem sich Ihre Katze gerne aufhält. Maine Coons sind sehr menschenbezogen und möchten gerne in der Nähe ihrer Familie sein. Ein Kratzbaum in einem abgelegenen Raum wird deutlich weniger genutzt als einer im Wohnzimmer. Der perfekte Kratzbaum als Investition Ein hochwertiger Kratzbaum für Maine Coons kostet mehr als ein Standardmodell – das ist unbestritten. Doch diese Investition zahlt sich mehrfach aus. Ein stabiler, gut verarbeiteter Kratzbaum hält viele Jahre und muss nicht alle zwei Jahre ersetzt werden. Ihre Katze wird ihn täglich nutzen, ihre Krallen pflegen, ihre Muskeln trainieren und sich ausruhen. Gleichzeitig schonen Sie Ihre Möbel, denn eine Katze mit einem attraktiven Kratzbaum hat weniger Interesse daran, am Sofa zu kratzen. Vor allem aber tragen Sie zum Wohlbefinden und zur Gesundheit Ihrer Maine Coon bei. Ausreichend Bewegung, artgerechte Krallenpflege und genügend Ruheplätze sind wichtige Faktoren für ein langes, glückliches Katzenleben. Wenn Sie eine Maine Coon halten oder sich für diese faszinierende Rasse interessieren, sollte die Anschaffung eines geeigneten Kratzbaums ganz oben auf Ihrer Liste stehen. Ihre Katze wird es Ihnen mit Zufriedenheit und Gesundheit danken.
